Methodik
Innovation Management.
Es gibt eine Handvoll Modelle, die wir seit Jahren zur Einordnung neuer Trends und Technologien nutzen. Wichtig ist uns dabei nur eines: Sie müssen in der Praxis etwas bringen — nicht Theorie um der Theorie willen.
Bedrija Hamza stellt drei Innovationsmodelle auf Schweizerdeutsch vor — am Beispiel der Kreditkartenindustrie.
Drei Modelle, die wir täglich nutzen.
Trigger of Innovation
Woraus entsteht eine Innovation? Aus einer technologischen, prozessualen oder Geschäftsmodell-Erfindung — oder aus einem neuen Kundenbedürfnis.
Anwendung: Erkennen, ob hinter einem Trend echter Bedarf steht oder nur eine Lösung auf der Suche nach einem Problem.
Technology Adoption Life Cycle
Wie verschiedene Nutzergruppen — von Innovatoren bis zu Nachzüglern — eine Technologie über die Zeit adaptieren.
Anwendung: Den richtigen Zeitpunkt für Investition oder Markteintritt bestimmen, statt zu früh oder zu spät zu kommen.
Gartner Hype Cycle
Der typische Lebenszyklus einer Technologie: vom Peak of Inflated Expectations über den Trough of Disillusionment bis zum Plateau of Productivity.
Anwendung: Hype von Substanz trennen — und nicht blindlings jedem Trend folgen, sondern fundierte Entscheidungen treffen.
Unser eigenes Modell
The 3 Stages of Digital End User Adoption.
Aus genau dieser Praxis heraus haben wir — gemeinsam mit Christoph Zogg — ein eigenes Modell entwickelt. Es beantwortet die Frage, die über Erfolg oder Misserfolg einer Technologie entscheidet: Wann wird sie wirklich regelmässig genutzt?

Wow Phase
Die Technologie begeistert bei der Erstnutzung, bietet aber zu wenig Nutzwert, um regelmässig verwendet zu werden. Es fehlt der Killer-Usecase.
Partial Adoption
Bei einem bestimmten Anwendungsfall top of mind, aber nur unregelmässig genutzt — meist Endstation für Single-Purpose-Geräte.
Full Adoption
Die Nutzung ist allgegenwärtig. Voraussetzung dafür ist fast immer ein Multi-Purpose-Service.
Unsere Haltung
Modelle sind Werkzeuge, keine Wahrheiten.
Diese Modelle helfen, Technologien objektiv einzuordnen und nicht jedem Hype zu folgen. Entscheidend ist aber nicht, sie zu kennen — sondern, was man damit baut. Genau dort beginnt unsere Arbeit.
Was daraus entsteht →